Roboter Bausatz für Einsteiger

Roboter Bausatz für EinsteigerAuf der Suche nach einem Roboter Bausatz für Einsteiger, wird man als Nicht-Elektroniker schnell mit Fachbegriffen und technischen Details überhäuft.

Dadurch ist oft nur schwer ersichtlich, welcher Bausatz tatsächlich für Anfänger geeignet ist.

In diesem Artikel beantworten wir die wichtigsten Fragen und geben eine Empfehlung basierend auf den Erfahrungen von Fachleuten.

 

Welche Kriterien sollte ein guter Roboter Bausatz für Einsteiger erfüllen?

Anleitung und Dokumentation

Kosmos AnleitungAls Anfänger wissen wir meist noch nicht genau wie ein Roboter technisch funktioniert. Daher ist eine leicht verständliche Anleitung die erste Voraussetzung.

Gerade am Anfang sorgt eine unverständliche Anleitung schnell für frustrierende Stunden, wenn man gezwungen ist, jedes Detail im Internet zu suchen.

Gut ist, wenn viele Beispiele vorhanden sind die einfach nachgebaut werden können. Dadurch bekommst du ein erstes Gefühl dafür, wie ein Roboter funktioniert.

Da die Anleitung in den meisten Fällen nicht alle Fragen beantworten kann, ist es hilfreich, wenn im Internet bereits eine Community zu diesem Robotertyp besteht. Dies können zum Beispiel Facebook Gruppen oder Foren sein.

 

Erweiterbarkeit

Sensoren als ErweiterungIst der Roboter zusammengebaut und die ersten Abläufe programmiert, ist der nächste Schritt eigene Funktionen zu realisieren und weitere Module einzubauen.

Für Fortgeschrittene ist hier empfehlenswert, genügend freie Controller-Pins (I/O-Pins) zu haben. Damit kannst du weitere Funktionen ohne Löten schnell hinzufügen und wieder entfernen.

Für Einsteiger ist dies nicht zwingend notwendig, da es hier vorrangig darum geht, Grundfunktionen zu vermitteln und dabei nicht zu komplex zu werden.

Dieses Konzept wurde zum Beispiel beim Asuro Modell von Arexx hervorragend umgesetzt.

 

Werkzeug

Für die meisten Modelle benötigst du einige Werkzeuge. Manche sind zwingend notwendig, andere können dir das Arbeiten deutlich erleichtern.

 

Löttechnik – Lötkolben oder Lötstation?

Um saubere Lötpunkte zu erhalten ist die Temperatur mit der gelötet wird ein wichtiger Faktor.

Die Gefahr bei normalen (ungeregelten) Lötkolben ist, dass die Temperatur schnell zu heiß wird. Ist die Temperatur zu niedrig, kannst du hingegen größere Lötstellen nur schwierig bewerkstelligen.

Wenn du deinen Geldbeutel schonen möchtest, reicht für den Anfang ein 20W Lötkolben aus dem Baumarkt.

Besser ist eine Lötstation mit analoger oder digitaler Anzeige. Dort kannst du die Temperatur genau einstellen. Außerdem sollte die Lötspitze austauschbar sein.

 

Multimeter

Mit einem Multimeter kannst du Spannungen und Ströme messen. Wenn du beispielsweise eine LED falsch herum eingelötet hast, kannst du die Spannung mit einem Multimeter messen.

Multimeter gibt es wie Sand am mehr. Viele Spezialfunktionen sind für uns nicht interessant. Empfehlenswert ist ein Standardmultimeter mit eingebautem Durchgangsprüfer.

 

 

Einsteiger Roboter Bausätze im Vergleich

Da es inzwischen viele Roboter Bausätze für Einsteiger auf dem Markt gibt, werden wir uns im Folgenden auf zwei sehr bekannte konzentrieren. Für beide gibt es eine ausreichend große Community im Netz, sodass du jederzeit Hilfe findest, wenn du mal nicht weiter kommst.

 

Asuro

Asuro ARX 3Der Asuro Roboter der Firma Arexx kam bereits 2005 auf den Markt und ist bis heute einer der bekanntesten Einsteiger Roboter. Auf komplexe Funktionen wurde verzichtet, um den Einstieg für Neulinge so einfach wie möglich zu halten.

Der Fahrroboter ist einfach zu programmieren und verfügt über eine gute Dokumentation mit vielen Beispielen. Programmiert werden kann er entweder in C/C++, AVR-GCC oder AVR Studio.

Auf der Sensorseite verfügt der Asuro von Haus aus über Liniensensor, Radencoder und Taster.

Als Aktoren sind Dual-H-Bridge, eine zweifarbige Status LED, Front LED und 2 Back LEDs vorhanden.

Es gibt vom Hersteller 3 Erweiterungsmodule (Ultraschall, LCD Grafikdisplay, SnakeVision), die einfach eingebunden werden können.

 

Nibobee

NibobeeDer Aufbau des Nibobee gestaltet sich ebenfalls einfach. Die große Leiterplatte sorgt dafür, dass die Bauteile nicht so dicht gedrängt sind. Das ist es gerade für Einsteiger vom Handling her angenehmer.

Der größere Prozessor bietet mehr Anschlussmöglichkeiten für Sensoren, die allerdings selbstständig verlötet und programmiert werden müssen.

Insgesamt bietet der Nibobee 10 I/O Ports, von denen 5 frei programmierbar sind. Das ist für Fortgeschrittene sicherlich von Vorteil, kann Einsteiger allerdings auch schnell überfordern.

Programmiert werden kann der Nibobee mit C/C++, Arduino DIE, AVR-GCC oder AVR-Studio.

Als Sensoren sind hier 2 analoge Liniensensoren und 2 digitale Rad Encoder verbaut.

Als Aktoren kommen Dual H-Bridge, 4 Status LEDs, 1 Front LED und 6 Back LEDs zum Einsatz.

 

Fazit

Sowohl der Asuro als auch der Nibobee sind als Roboterbausatz für Einsteiger geeignet. Wer sich schon etwas auskennt, sollte den Nibobee in Erwägung ziehen. Hier sind mehr Freiheiten und Einstellungsmöglichkeiten vorhanden.

 

Wenn du zum ersten Mal etwas mit Robotertechnik zu tun hast und keinerlei Vorkenntnisse besitzt, findest du mit dem Asuro einen schnellen und verständlichen Einstieg.

 

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